Schlaglichter

Maria – Unser Vorbild

Maria als Vorbild zu haben, bedeutet für uns, dass wir von ihr lernen wollen. Denn durch die Mutter Gottes ist es uns möglich, Jesus näher zu kommen. Maria lehrt uns einen Weg der Hingabe und des Hörens auf Gottes Wort. Gleichzeitig ist sie eine Frau, die mit beiden Beinen fest im Leben steht – mit Problemen, die auch unsere sein könnten. Sie zeigt uns, wie wir in unserem Alltag in jeder Situation auf Gott bauen können.

Die Gottesmutter hat in ihrem Leben viele tiefgehende und auch schmerzhafte Erfahrungen gemacht und blieb bis zum Ende gegen alle Widerstände treu an der Seite ihres Sohnes. Gemeinsam mit Maria glauben wir daran, dass der Tod und das Böse nicht das letzte Wort haben und dass sie durch den Glauben an Jesus überwunden werden können. Dieser treue Glaube, den uns Maria lehrt, stärkt und ermutigt uns. Er gibt uns Hoffnung, dass Gott immer an unserer Seite steht, egal was passiert.

Weil Maria mit ganzem Herzen Gott vertraute, konnte der Heilige Geist sie erfüllen. Wenn wir es ihr nachmachen, dann wird der Heilige Geist auch uns erfüllen und uns dabei helfen, mit seiner Kraft unseren Glauben in der Welt zu erneuern.

Priesterweihe – Männer im Dienst für Gott

Laut katholischer Lehre können nur Männer zu Priestern geweiht werden. Damit ist keine Abwertung der Frau verbunden. Im Christentum besitzen Frauen und Männer zu jeder Zeit die gleiche Würde vor Gott. Trotz ihrer Gleichwertigkeit verfügen sie aufgrund ihres Geschlechts über verschiedene Fähigkeiten und Talente und erfüllen damit unterschiedliche Aufgaben in Gesellschaft und Kirche.

Beim Abendmahl hat Jesus nur Männer zu Priestern berufen, deswegen ist der Priesterberuf seit Anbeginn der Kirche nur Männern vorbehalten. Sicher war das nicht den damaligen Umständen geschuldet, dass Jesus keine Frauen zu Priestern geweiht hat. Jesus hat in seiner ganzen Lebensgeschichte nie Auseinandersetzungen gescheut. Gerade im Umgang mit Frauen setzte er andere Standards. Zu seinem Jüngerkreis zählten viele Frauen, die er sehr schätzte. Und es war eine Frau, Maria Magdalena, die die Auferstehung Jesu als Erste bezeugte.

Jesus hat demnach ganz bewusst Männern und Frauen gleichwertige aber unterschiedliche Rollen zugeordnet. Somit ergänzen sich die beiden Geschlechter in ihrem Dienst in der Kirche, in dem sie zwar verschiedene Aufgaben ausüben, jedoch immer mit dem gemeinsamen Ziel, die Liebe Gottes in den Herzen aller Menschen zu entzünden.

Zölibat – Ungeteilte Liebe zu Gott

Der Zölibat ist die freiwillige Selbstverpflichtung ehelos zu leben um des Himmelreiches willen, also sein Leben ganz Gott hinzugeben. In der katholischen Kirche leben vor allem Menschen aus Ordensgemeinschaften sowie Angehörige des Priesterstandes zölibatär.

Vorbild dieses Lebensstils ist Jesus selbst, der unter anderem durch sein zölibatäres Leben seine ungeteilte Liebe zu Gott äußerte. Das Nicht-Gebunden-Sein an einen bestimmten Menschen schafft eine große Freiheit. Zölibatär lebende Menschen können ihre ganze Aufmerksamkeit und Energie in ihren Dienst an den Gläubigen stecken. So wird ein zölibatär lebender Mensch in einer ganz anderen Weise als in einer Ehe fruchtbar: Es ist eine geistliche Fruchtbarkeit, die das Fundament jeder Gemeinde bildet. Die zölibatär lebende Person zeigt durch ihre vollkommene Nachfolge, dass es ihr nicht nur um irgendein Amt oder einen weltlichen Beruf geht, sondern um eine Berufung, die sie konsequent mit ihrem Lebensstil bezeugt.

Der Zölibat ist das überzeugte „Ja“ an Gott und damit verbunden an den Glauben, dass es ein Jenseits gibt, in dem keine Ehen mehr existieren, sondern jeder Mensch durch die Präsenz Gottes im Himmel sein absolutes Glück erfährt.

Katholische Ehe – Liebe, die aufs Ganze geht

Nach katholischem Verständnis ist die Ehe ein lebenslanger Bund zwischen Mann und Frau. Ziel dieses Bundes ist das gegenseitige Wohl der Ehepartner und die Erziehung der gemeinsamen Kinder.

Die katholische Ehe soll den Bund zwischen Jesus und seiner Kirche repräsentieren. Genauso wie Jesus zu allen Zeiten bedingungslos treu zu seiner Kirche stehen wird, so sollen auch die beiden Ehepartner treu zueinanderstehen, egal, was passiert. So wird die Ehe zu einem Raum, in dem der Mensch so sein kann, wie er ist, ohne Angst davor zu haben, dass sein Partner ihn deswegen eines Tages verlässt. Erst durch diese Sicherheit ist es uns möglich, unsere Persönlichkeit im Laufe der Zeit weiterzuentwickeln.

Jeder Mensch spürt in sich die Sehnsucht nach einer exklusiven, verlässlichen Partnerschaft – emotional wie auch körperlich. Die Ehe erhebt die Sexualität zu einem kostbaren Geschenk, das sich die beiden Ehepartner gegenseitig geben können. Ein schöpferischer Akt, aus dem ein Kind entstehen kann. Ein Kind, das bei seinen Eltern ein sicheres Zuhause auf Lebenszeit vorfindet.

So bildet die katholische Ehe die Grundlage, auf der Liebe mit Geist und Körper in gegenseitiger Achtung fruchtbar gelebt werden kann.

Taufe und Firmung – Neues Leben in Christus

Taufe und Firmung werden Sakramente genannt. Sakramente sind Zeichen des Heils, die Jesus in seiner Kirche eingesetzt hat. Die Taufe begründet die Zugehörigkeit zur Kirche Jesu Christi am Anfang des christlichen Lebens.

Sie ist der Weg aus dem Reich des Todes in das Leben, also der bleibenden Gemeinschaft mit Gott. In der Taufe werden wir Glieder des Leibes Christi: sie vereinigt uns mit Jesus Christus, befreit uns von der Sünde und lässt uns mit ihm zum ewigen Leben auferstehen. Durch das Geschenk der Taufe nimmt Gott uns voraussetzungslos an.

Für alle, die das Evangelium kennen und davon gehört haben, dass Christus „der Weg und die Wahrheit und das Leben“( Joh 14,6) ist, ist die Taufe der einzige Weg zu Gott und damit zum Heil.

In der Taufe schließt der Mensch einen Bund mit Gott, den jeder Mensch mit einem freien „JA“ besiegeln muss. Bei der Kindertaufe bekennen die Eltern stellvertretend den Glauben.

Das Geschenk der Taufe, das die Neugeborenen empfangen, soll von ihnen, wenn sie erwachsen geworden sind, auf freie und verantwortliche Weise angenommen werden: Im Sakrament der Firmung wird die Taufe durch das eigenverantwortliche „Ja“ des Firmlings vollendet und die Gabe des Heiligen Geistes empfangen, wie sie schon am Pfingsttag den Aposteln geschenkt wurde. Äußeres Zeichen der Firmung ist das Zeichen der Handauflegung und die Salbung mit Chrisam.

Wer in der Firmung um Gottes Geist bittet, erhält die Kraft, Gottes Liebe und Macht in Wort und Tat zu bezeugen und gilt nun als vollgültiges, verantwortliches Mitglied der Katholischen Kirche.

Während die Taufe den Menschen in die Glaubensgemeinschaft eingliedert, bestärkt ihn die Firmung auf seinem Weg.

Eucharistie – Quelle des Lebens (oder: Stillen des Hungers)

Die Eucharistie ist nach der Taufe und der Firmung das dritte Initiationssakrament der Katholischen Kirche.

Sie bildet die geheimnisvolle Mitte all dieser Sakramente und ist der Kern der christlichen Gemeinschaft. In ihr wird die Kirche zur Kirche, denn hier wird das historische Opfer Jesu am Kreuz während der Wandlung auf verborgene Weise Gegenwart. Nach katholischem Verständnis ist Christus in der Eucharistie geheimnisvoll, aber wirklich gegenwärtig. Durch die Teilhabe am Leib und Blut Christi unter dem äußeren Erscheinungsbild von Brot und Wein vereinen wir uns persönlich mit Christus. Die Eucharistiefeier ist „Quelle und Höhepunkt des gesamten christlichen Lebens“ (Zweites vat. Konzile {LG} 11).

Die Katholische Kirche hat den Ritus nicht erfunden. Jesus selbst feierte mit seinen Jüngern das Letzte Abendmahl; hier schenkte er sich seinen Jüngern und forderte sie auf, von nun an über seinen Tod hinaus Eucharistie zu feiern.

Die Eucharistie ist das wahre Opfer des Neuen Bundes. In der Eucharistiefeier geschieht die „unblutige Vergegenwärtigung des Kreuzesopfers“. Mit ihrer Hingabe und mit der Darbringung der Gaben/des „Messopfers“ (Brot und Wein) bringen sich die Gläubigen selbst in das Opfer Christi ein. Die Opfernden (=die Gläubigen) essen die Opfergabe zum Zeichen ihrer Bereitschaft, dieselbe Gesinnung wie Christus anzunehmen, für Gott zu leben, ja Christus selbst in sich leben zu lassen, der sich für sie hingegeben hat.

Es ist der Glaube der Kirche, dass in jeder Eucharistiefeier eigentlich Christus selbst handelt. Das bedeutet, dass Priester nicht nur an Stelle oder im Auftrag Christi tätig sind, sondern dass es auf Grund ihrer Weihe in diesem Moment Christus selbst ist, der als Haupt der Kirche durch sie handelt.

Da wir uns in der Eucharistiefeier mit Christus selbst vereinigen, stellt die Messfeier für Christen das „Herz der Woche“ und den wichtigsten Termin der Woche dar. So wie man zu einer Person, die man liebt, ein regelmäßiges Verhältnis pflegt, so pflegen die Katholiken in der Messfeier ihre lebendige Beziehung zu Christus.

Die heilige Kommunion ist Ausdruck der Einheit des Leibes Christi. Zur katholischen Kirche gehört, wer in ihr getauft ist, ihren Glauben teilt und in Einheit mit ihr lebt. Es wäre also ein Widerspruch in sich, würde die Kirche Menschen, die den Glauben und das Leben der Kirche (noch) nicht teilen, zur Kommunion einladen.

Beichte – Versöhnung und Neuanfang

Durch die Taufe wird der Mensch zwar der Macht der Sünde und des Todes entrissen, sie befreit uns jedoch nicht von menschlicher Schwäche und der Neigung zur Sünde. Daher brauchen wir einen Ort, an dem wir immer wieder neu mit Gott versöhnt werden: Die Beichte.

Gott ist barmherzig und er wünscht sich nichts sehnlicher, als dass wir diese Barmherzigkeit auch in Anspruch nehmen und umkehren. Das Sakrament der Beichte ist eine der größten Gnaden, denn durch sie dürfen wir wieder neu anfangen, angenommen in Liebe und mit neuer Kraft versehen.

Jesus selbst begründete das Bußsakrament, als er am Ostertag zu seinen Jüngern sagte: „Empfangt den Heiligen Geist! Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben; wem ihr die Vergebung verweigert, dem ist sie verweigert.“ (Joh 20,22b-23) Zu jeder Beichte gehören die Gewissenserforschung, die Reue, der Vorsatz, das Bekenntnis und die Buße. Voraussetzung für die Vergebung der Sünden ist der Mensch, der sich wirklich bekehrt, und der Priester, der ihm im Namen Gottes die Lossprechung erteilt.

Allein Gott kann Sünden vergeben, er will jedoch, dass wir unsere Sünden aussprechen und sie von Angesicht zu Angesicht bekennen, daher wird die Beichte vor dem Herrn in Gegenwart eines Menschen abgelegt, der dazu beauftragt ist. Dies sind in erster Linie die Bischöfe und dann seine Helfer, die geweihten Priester.

Die katholische Kirche legt den Gläubigen dringend nahe, wenigstens einmal im Jahr (vor Ostern) zu beichten. Empfohlen wird eine monatliche Beichte. Für den Empfang der heiligen Kommunion ist es jedoch Voraussetzung, zuvor zu beichten, sollte man eine schwere Sünde begangen haben.

Im Bußsakrament übernimmt der Mensch die Verantwortung für sein eigenes Handeln und öffnet sich neu Gott sowie der Gemeinschaft der Kirche. Im Rahmen der Gewissenserforschung hilft uns dieses Sakrament, an uns und unserem Verhältnis zu Gott zu arbeiten und so zu besseren Menschen zu werden.

Weiterführende Informationen: Jugendkatechismus der Katholischen Kirche (YOUCAT) und Kleiner Katholischer Katechismus (KKK)